Über mich selbst


 H allo, ich heiße Ruth Löw. Hier sind ein paar kurze Angaben über mich selbst:

     Ich bin geprägt von der Erfahrung des 2. Weltkriegs. Indoktriniert von meinen 8.Lebensjahr an mit der Ideologie des „Führers” der Deutschland angeblich in eine bessere Zukunft führen wollte, schleppte ich im Laufe der Jahre immer mehr unbeantwortete Fragen mit mir herum.

     Das schlimmste in dieser Zeit war, daß es ein Vergehen zu sein schien diese Fragen überhaupt zu stellen. Die Gefahr als Verräter eingestellt zu werden (mit tötlichen Konsequenzen) lag ständig in der Luft. Ich nahm das alles als die Normalität, denn ich hatte nichts anderes erlebt. Erst nach dem Ende des Krieges erfuhr ich, wie sehr meine Generation (etliche Schulkameraden waren im Krieg gefallen), in ihrem Idealismus betrogen und auf eine enge Weltsicht beschränkt worden waren, und wie wichtig es ist, verschiedene Weltanschauungen vergleichen und frei entscheiden zu können.

     Die Erkenntnis, daß in unserem (in aller Deutschen) Namen entsetzliche Verbrechen begangen worden waren, ohne daß wir irgendeinen Einfluß darauf hätten haben können, bedrückte mich sehr, und ich machte es mir zur Lebensaufgabe, so viel wie möglich dazu beizutragen, daß eine solche Situation nicht mehr entstehen konnte.

     Wie war es möglich gewesen, ein ganzes Volk zu manipulieren und die deutschen Soldaten zu höchsten (wirklich bewundernswerten!) Leitungen anzuspornen - im Dienste einer so schlechten Sache!? Wie hatte es dazu kommen können?

     Falschinformationen hatten eine Rolle dabei gespielt, und andererseits der Mangel an wirklich freiem Denken und Entscheiden jedes Einzelnen (vor der Wahl Hitlers) und die Idee, das der Einzelne kein Quentchen Einfluß nehmen könne auf das, was „die da oben” für uns bestimmen. Und doch hatte so gut wie jeder einzelne Deutsche (rühmliche Ausnahmen endeten meist in den Konzentrationslagern) dazu beigetragen, da&Szlig; Hitlers Krieg geführt werden konnte. „Verantwortungsbewußtsein” für das „Deutsche Volk” war uns nachdrücklich eingepaukt worden!

     Wenn so etwas nicht mehr passieren sollte, dann kam also alles darauf an, daß jeder Einzelne - entsprechend seinen Fähigkeiten- frei fragen, Informationen kritisch prüfen, frei denken und schliesslich völlig frei entscheiden konnte! Wenn jeder freiwillig - nach eigenen, geprüften Einsichten - Verantwortung für das Ganze übernehmen würde, soweit er irgend könnte, dann, und nur dann, gab es eine gute Chance für eine bessere Zukunft!

     Was konnte ich zu diesem Ziel beitragen? Ich wurde für nahezu 40 Jahre Lehrerin, und ich setzte alles daran, die Kinder zu möglichst selbständigem Denken zu bewegen - und zu einem ihren Fähigkeiten entsprechenden Verantwortungsbewußtsein. Ich erkannte, daß beides durchaus in der Natur gesunder Kinder liegt, daß es aber in der Situation der Schule großen Einsatz erfordert (übergroß in zu großen Schulklassen), jedem Kind genügend individuellen Spielraum zu gewähren, und daß der Einfluß der sogenannten „heimlichen Miterzieher” (wie z.b. Fernsehen) ein beachtliches Problem darstellt.

     Ich arbeitete mit an der praktischen Ausbildung zukünftiger Sonderschullehrer. Meine Frage, welche Theorie der Persönlichkeitsbildung unserer „modernen” Erziehung eigentlich zugrundeliege, machte eine tiefe Unklarheit sichtbar. Ich begann ein Diplomstudium in Pädagogik und befaßte mich intensiv mit Philosophie und (katholischer) Theologie. Mir war aufgefallen, daß die Kinder in der Religion viel mehr als verantwortliche Persönlichkeiten angesprochen werden - als z. B. in der Psychologie!

     Auf diesem Wege wurden mir zwei grundlegende, selten aufgegriffene Probleme bewußt, die Persönlichkeitsbildung negativ zu beeinflussen imstande sind:

     Einerseits: Die Wissenschaften sind weitgehend materiell orientiert. Hier fällt des öfteren der abwertende Ausdruck „bloß subjektiv!” Die (selbstverständlich notwendige!) Objektivität setzt Grenzen, wenn es um die Persönlichkeit der Menschen geht; diese Grenzen aber werden offensichtlich zu wenig als solche gesehen und genannt. Der Mensch jedoch kann nur als „Subjekt” Verantwortung übernehmen, und unser aller Zukunft hängt davon ab, daß jeder Einzelne so viel als möglich Verantwortung übernehme! Wir brauchen also eine Wissenschaft, die den Menschen voll als Subjekt behandelt (was bis jetzt in Kunst und Literatur geschieht, kaum aber in den sogenannten „exakten Wissenschaften”, die sich die moderne Erziehungswissenschaft offensichtlich zum Vorbild für „Wissenschaftlichkeit” gewählt hat)! Die Gefahr, den Menschen zum manipulierbaren Objekt zu machen, ist in den „exakten Wissenschaften” groß, und man ist ihr - zumindest streckenweise - durchaus schon erlegen!

     Andererseits: Obwohl die (christlichen) Kirchen schon viel gutes geleistet haben in puncto „Erziehung zur Verantwortung”, gibt es hier doch einen alten Konflikt mit wrklich freier Wahrheitssuche. Galileo Galilei ist ein erhellendes Beispiel in dieser Hinsicht - von anderen historischen Tatsachen zu schweigen. Und auch in der sogenannten Protestantischen Kirche spricht man (wie ich es an der Universität Tübingen erlebte) heute noch von einem „sacrificium intellectu”, d. h. davon, da&Szlig; in Zweifelsfällen der Verstand dem Glauben „geopfert” werden müsse. Ich sah dies als ein extremes Beispiel für eine weit verbreitete Einstellung: „Mein eigener Einsatz (nach Maßgabe kritischen Suchens und Abwägens) ist nicht sehr wichtig. Ich kann mir die Mühe sparen. Gott wird schon alles machen.”

     Obwohl infolge dieser Einstellung viele Christen inaktiv bleiben, sah ich doch, wie vom Geist des Evangeliums erfaßte Katholiken und Protestanten versuchten, sich einzusetzen für Frieden und Verstehen unter den Menschen. Das gab den Ausschlag. Auch ich setzte mich (vor allem durch Religionsunterricht) intensiv für Religion ein, allerdings mit der persönlichen Entscheidung, mich niemals von ehrlicher und verantwortungsbewußter Wahrheitssuche abhalten zu lassen. (Denn: Wenn „Gott die Wahrheit selbst ist”, dann konnte es nur ein Verbrechen einzelner Christen - in entsprechenden Positionen - gewesen sein, solche Wahrheitssuche zu unterdrücken oder gar grausam zu bestrafen. Meine Konsequenz: So weit ich irgend konnte, hatte ich dazu beigetragen, daß so etwas sich nicht wiederholte.)

     Mein Lebensziel (einen größtmöglichen Beitrag zu leisten für Frieden und für - verantwortungsbewußt gelebte - Freiheit in unserem Land) entsprach es natürlicherweise, andere Religionen und Weltanschauungen (darunter Scientology) unvoreingenommen und in positiven Sinne kritisch zu betrachten. Dazu gehörte, daß ich mich nicht auf Informationen aus dritter Hand verlassen konnte; ich hatte in meiner Jugend schon allzuviel verdrehte und verfälschte Informationen (über Juden, Polen etc. etc.) erlebt. So mußte ich also, falls ich Näheres wissen wollte, die betreffende Religion selbst kennenlernen durch ihre eigenen Schriften, und zwar durch Lehrbücher, nicht nur durch Prospekte, und durch Gespräche mit Kirchenmitgliedern etc.

     Im Laufe der Zeit entdeckte ich, daß Scientology eine erstaunlich gute, ja, beglückende Antwort bedeutet auf meine bisherigen Probleme, die man sich allerdings zu erarbeiten hat. Der Konflikt zwischen Glaube und Wissenschaft z. B. ist hier völlig gelöst, vor allem durch den Grundsatz: „Wahr ist für dich, was du selbst beobachtet hast und wenn du das verlierst, hast du alles verloren.”

     Es gibt in der Scientology - Kirche keine Glaubenssätze, die man einfach übernehmen müßte. Wohl gibt es religiöse Unterweisung, z.B.: „Du bist eine unsterbliche Seele. Durch Lügen, Verrat, Betrug und Heuchelei kannst du dich selbst zerstören. Durch die Suche nach der Wahrheit und durch ein Leben der Hilfe für andere, durch Ehrlichsein und Anständigsein wirst du stark und wirst deine Macht und Unsterblichkeit erreichen.”

     Der Weg zur Übernahme solcher Lehren aber ist die Gewinnung von Einsicht. „Letzten Endes ist alles, wozu du jemanden bringen kannst, die prüfende Betrachtung seiner selbst, seiner Umgebung und des Lebes, und herauszufinden , was für ihn wahr ist.” In der Scientology - Kirche wird verlangt, daß man die geistige „Technologie”, die gelehrt wird, unverfälscht und exakt anwendet; das kann für flüchtige Betrachter Anlaß zu Mi&#szlig;verständnissen geben, nicht aber für Leute, die genauer hinsehen. Die ganze Technologie bleibt ein Instrument in der Hand freien (und verantwortungsbewußten) individuellen Menschen, der hier niemals in irgendeiner Weise zum Objekt gemacht werden kann, wenn man nicht gröbstens gegen die Grundsätze der Scientology verstoßen will. Dadurch war für mich ein weiteres schwerwiegendes Problem gelöst, Scientology ist eine Religion, die den Einzelnen durch Studium und Übungen einen Erkenntnisweg gehen läßt, der ihn zu gesteigertem Bewußtsein bringt und auch zu allmählich wachsender Erkenntnis seiner Verantwortung fülr Familie, Gruppe, Gemeinde, Staat, Nation, Menschheit. Es ist unglaublich, wie viel intensive Differenzierungsarbeit hier geleistet worden ist, so daß auch Leute, die eine Abneigung gegen jegliches Studium haben, ihre Studierbarrieren überwinden und strahlend Erkenntnisse gewinnen können, wie ich es oft beobachtet habe.

     Hätte ich mir eine bessere Antwort auf meine lebenslangen Fragen und Probleme wünschen können? Wenn Viele diesen Weg mit erlichem Einsatz gehen, jeder nach seinen Möglichkeiten, dann werden zukünftige Kriege tatsächlich mehr und mehr unmöglich werden, und jeder Einzelne kann ein freieres und glücklicheres Leben führen. [End]



Wenn Sie mich persönlich kontaktieren möchten, klicken Sie bitte hier.

ZurückMeine HomePageWeiter

  Zurück   Mein Erfolg   Homepage   Mein Lieblingszitat   Weiter  

Lieblingslinks   Gruppen, die ich unterstütze  

Scientologen Online





Zitat von L. Ron Hubbard Copyright: © 1961, 1972, 1990 L. Ron Hubbard Library